Misandrie Valerie Solanas Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer Scum
Börni macht mich auf folgenden Text aufmerksam. Scheint wohl selbst für Wiki zu wahr zu sein. Naja, hier mal nen paar Zeilen aus dem Orginal.
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Nach Nathanson und Young geben die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse Grund zur Sorge. So sei nicht zu vernachlässigen, dass der männliche Teil der Bevölkerung durch
Misandrie
geschürte Vorurteile unter Umständen übernehmen könnte. Männer könnten das Bild, sie seien beispielsweise emotionskalt und gewalttätig, verinnerlichen, und somit tatsächlich derartige Persönlichkeitsmerkmale annehmen.
Die Autoren konstatieren, dass das Problem bei vielen Frauen gerade aus dem feministisch geprägten Spektrum sei, dass sie von Männern Liebe einforderten, aber selbst nur Hass und Verachtung zu geben hätten. Das Empfangen und Geben von Liebe bedingten einander jedoch. Im Augenblick züchte unsere männerfeindliche Gesellschaft genau jenes klischeehafte Feindbild, das sie so gern beklage.
Wie die Schweizer Wochenzeitung am 17. Februar 2002 berichtete, beschäftigen sich die Sozialarbeiterin Sarah Meinrad und die Psychologin Meike Baumann in einer der
Misandrie
gewidmeten Studie mit der abschätzigen Reduktion von Männern auf ihre Körper, ihre Diskriminierung am Arbeitsplatz, Mobbing, von Frauen ausgehender Gewalt oder sexuellen Anzüglichkeiten am Telefon. Zahlen über die Häufigkeit weiblicher
Misandrie
gebe es noch nicht.
Anhand des großen Interesses in der Öffentlichkeit ließe sich feststellen, wie groß der Forschungsbedarf zu diesem Thema noch sei. In einem von den Forscherinnen geschalteten Internet-Diskussionsforum fanden sich Äußerungen wie „Männer sind nichts als Probleme, Schweine, verkrüppelte Chromosomen, danebengegangene Abtreibungen, Parasiten, die wir zu Leichen oder Wirtstieren machen müssen.“
Wiedemann betont, dass Sexistinnen keineswegs zwangsläufig Feministinnen oder „Opfer eines Männerregimes“ seien, sondern eher einem aktuellen Trend entsprächen, „den Mann“ für gewerbliche Zwecke als Trottel zu stilisieren – so etwa in der Reklame für eine Salbe, die gestaltet wird, indem eine nette Frau einen netten Mann in seine empfindlichen Bereiche schlägt. Meinrad und Baumann bekunden auf ihrer Website: „Häufig handelt es sich bei den Täterinnen gerade nicht um Verliererinnen oder Opfer des Patriarchats. Als Motive für ihre Handlungsweise betrachten sie vielmehr einfach ‚Spaß‘ oder eine mit Konkurrenzlust verbundene hohe Aggressionsbereitschaft. Dieser
Sexismus
von Frauen gegen Männer wird von der breiteren Öffentlichkeit völlig ignoriert.“
Misandrie
aus feministischer Sicht
Männerverachtung wird von Feministinnen als individuelles oder Gruppenphänomen betrachtet, aber als strukturelles gesellschaftliches Phänomen analog zur Misogynie verneint. Eine Ausnahme bildet der von Wendy McElroy begründete libertäre „Individual
Feminismus
“. Dieser sieht Misogynie und
Misandrie
als gleichwertige Phänomene und wendet sich unter Berufung auf Gleichberechtigung und Menschenrechte mit derselben Entschiedenheit gegen beide.
Den oft geäußerten Vorwürfen, männerfeindlich zu sein und männerfeindliche Forderungen zu stellen, haben feministische Autorinnen bereits im 19. Jahrhundert widersprochen.
Einige feministische Autoren, so beispielsweise im arte-Themenabend „Maskulismus“ [1], sehen Männerverachtung als Klischee, das der Lobbyarbeit extremistischer Teile der Männerbewegung diene, die sich zum Teil als Männerrechtler, Maskulisten oder auch Maskulinisten bezeichneten.
Misandrie
aus soziologischer Sicht
Die Diskriminierung von Männern auf Grund ihrer Geschlechterrolle wird kontrovers diskutiert. Einige Wissenschaftler verneinen eine strukturelle Diskriminierung. Zwar würden Männer genau so durch ihre Geschlechterrolle in ihren Verhaltensmöglichkeiten eingeengt wie Frauen, und bestimmte Klassen der Gesellschaft würden diskriminiert, wovon auch Männer betroffen seien, jedoch „erfahren Männer keine systematische Diskriminierung allein aufgrund der Tatsache, dass sie Männer sind“, so der kanadische Soziologe Jean-Claud St Amant. Er kritisierte damit den seiner Meinung nach simplen Umkehrschluss einiger Männerrechtsgruppen, dass, wenn Frauen in der Gesellschaft systematisch benachteiligt würden, dies auch automatisch auf Männer zutreffen müsse.
Der Soziologe Rainer Paris jedoch vertritt in seinem Essay Doing Gender eine alles durchdringende Kultur des Misstrauens, die das Verhältnis zwischen Männern und Frauen nachhaltig vergiftet habe. Als Ursache dafür sieht Paris die ideologisierende Macht eines pervertierten
Feminismus
. Nach dem Motto, Frauen seien grundsätzlich die besseren Menschen, sei aus dem berechtigten Anspruch nach gleichen Chancen schlicht Rassismus geworden. Behindert durch die feministischen Scheuklappen würden die unterschiedlichsten männlichen Verhaltensformen (Höflichkeit, Flirt etc.) als Angriff und Zurücksetzung uminterpretiert, was eine emotionale Verwüstung im Privat- und Intimleben erzeuge. Die Zeche dafür zahlten letztlich auch die Frauen, da sie sich statt mit der angestrebten Autonomie in einem Gefängnis emotionaler Einsamkeit wiederfänden. Die Lösung des Problems sieht Paris in der Rückkehr zu tradierten „asymmetrischen“ Beziehungsmustern, in der trotz männlicher Dominanz erst wahre erotische Erfüllung und spielerische „Gleichberechtigung“ möglich wäre.
Misandrie
aus
Feminismus
kritischer und aus antifeministischer Sicht
Die Autorin Doris Lessing kritisierte im August 2001 in der britischen Zeitung „Guardian“ eine denkfaule und heimtückische Kultur, die sich im
Feminismus
breit gemacht habe und darauf hinauslaufe, auf Männer einzudreschen: „Ich bin zunehmend schockiert über die gedankenlose Abwertung von Männern, die so sehr Teil unserer Kultur geworden ist, dass sie kaum noch wahrgenommen wird. Es ist Zeit, dass wir uns fragen, wer eigentlich diese Frauen sind, die ständig die Männer abwerten. Die dümmsten, ungebildetsten und scheußlichsten Frauen können die herzlichsten, freundlichsten und intelligentesten Männer kritisieren, und niemand sagt etwas dagegen. Die Männer scheinen so eingeschüchtert zu sein, dass sie sich nicht wehren. Aber sie sollten es tun.“
Maskulisten und Antifeministen sehen
Misandrie
als Konstante in den meisten Kulturen der Menschen, im Wirken des heutigen
Feminismus
allerdings die am deutlichsten ausgeprägten Formen bewusst gepflegter und politisch instrumentalisierter Menschenverachtung. Heute werde eine Diskriminierung von Männern durch deren offene Herabsetzung in intellektueller und moralischer Hinsicht angestrebt.
Zur Zeit Simone de Beauvoirs habe sich der
Feminismus
die Männer noch quasi zum Vorbild genommen und das Ziel verfolgt, mit ihnen auf möglichst allen auch wissenschaftlichen, philosophischen, kulturellen und technischen Gebieten mit dem Ziele gleichzuziehen, die in Jahrhunderten errungenen Erkenntnisse und in ihrer Bedeutung ausdrücklich anerkannten Werte der europäischen Kultur und Zivilisation im Sinne eines kooperativen Modells auf der Grundlage der Gleichberechtigung gemeinschaftlich zu pflegen. Heute überwiege die konfrontative Tendenz: Für „männlich“ gehaltene Tugenden und Fähigkeiten wie Objektivität, Rationalität, Wissenschaft und Logik werden als „patriarchale Konstrukte“ verworfen und durch eine vermeintlich „überlegene“, vermeintlich „weibliche“ Sicht der Dinge substituiert (Subjektivität, emotionale Intelligenz, „Feministische Wissenschaft“).
Feminismus
und feministische „Wissenschaft“ zeichneten heute ein sorgsam gepflegtes Bild von einem bloß libidogesteuerten, gewalttätigen Mann, während Frauen grundsätzlich als die besseren Menschen gelten. Beispiel der pauschalen Dämonisierung der anderen Bevölkerungshälfte sei eine faktenwidrige Herabwürdigung „der Männer“ als potentielle Vergewaltiger, Kindesvergewaltiger, Schläger ihrer Ehefrauen, Kriegstreiber o. Ä..
Antifeministen sehen
Misandrie
von jeher in der westlichen Kultur verankert. Phrasen wie Frauen und Kinder zuerst umschrieben bereits, dass männliches Leben als weniger schützenswert gelte als weibliches Leben, was sich auch in der Tatsache äußere, dass weltweit überwiegend Männer in den Krieg ziehen müssen. Männern werde die Fähigkeit zur offenen und aufrichtigen Emotionalität abgesprochen – für einen Mann gezieme es sich bis heute nicht, in der Öffentlichkeit zu weinen.
Misandrie
wird ganzen Kulturen zugeschrieben, wenn diese Gesellschaften Männer abwerten oder diskriminieren.
Aus menschlicher Sicht schürten die führenden Feministinnen der 1970er und 1980er Jahre wie Germaine Greer oder Andrea Dworkin Männerfeindlichkeit. Männerfeindliche feministische Schriften werden verharmlost.
Im Jahr 2003 legte die französische Philosophin Élisabeth Badinter eine Analyse der feministischen Bewegung in Frankreich vor (Fausse Route, dt. „Die Wiederentdeckung der Gleichheit. Schwache Frauen, gefährliche Männer und andere feministische Irrtümer“, Ullstein 2004). Badinter kommt zu dem Schluss, dass während für Frauen die Gleichheit inzwischen errungen sei, ein radikaler
Feminismus
die Frauen zum Opfer erklärt und das männliche Geschlecht unter Generalanklage gestellt habe. Dabei würde beispielsweise die Definition männlicher Gewalt so sehr manipulativ erweitert, bis man epidemische Ausmaße suggerieren könne und die Frauen im Kontrast dazu als die besseren Menschen, das Gute schlechthin, erschienen. Die Täterschaft des weiblichen Geschlechts werde dabei unter den Teppich gekehrt. Zugleich konstatiert Badinter einen weiblichen Machtmissbrauch, etwa wenn Frauen sich des Spermas von Männern bedienten, die gar kein Kind haben wollten. Badinter zählt damit neben Astrid von Friesen und Wendy McElroy und anderen zu jenen Autorinnen, die den Ansichten vieler Maskulisten nahe stehen.
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